Das Weinland Argentinien

Die Fläche, die in Argentinien zum Weinbau genutzt wird, erstreckt sich über 2000 km, vom 20. bis zum 40. südlichen Breitengrad, ganz im Westen des Landes, auf einem breiten Talboden zwischen den Anden und Voranden. Die wenig fruchtbaren Böden, durch Sedimentierung der umstehenden Bergketten entstanden, sind sehr tief und durchlässig. Auf Geröllbasis schichten sich Ablagerungen von Sand mit Lehm und verrotteten Mineralien.

Das wüstenähnliche Klima, mit Niederschlägen zwischen 150 mm und 250 mm im Jahr und pro Quadratmeter, erlaubt den Rebbau nur dank der Bewässerung der Felder. Ein gemeinschaftliches Bewässerungssystem, das von den Ureinwohnern (Huarpes) übernommen wurde, gewährleistet auch heute noch den nachbarschaftlichen Frieden und die gerechte Verteilung der knappen Ressource.

Die tiefe Niederschlagsmenge hat den Vorteil, dass die Gesundheit der Reben ausgezeichnet ist und chemische Schädlingsbekämpfung kaum nötig ist. So wird der europäische Bio-Standard auch bei den meisten konventionellen Betrieben erreicht.

Das Zentrum des argentinischen Weinbaus ist Mendoza. Hier befinden sich  die grössten Anbauflächen und die grösste Dichte an Qualitätsweingütern.

Unser Augenmerk richtet sich auf ein Gebiet um das westliche, höher gelegene Tal des Rio Mendoza, wo auf einer relativ kleinen Fläche viele verschiedene Lagen anzutreffen sind und die Lagen in Valle de Uco.
Ganz in Norden, in der Provinz Salta, befindet sich das Hochtal des Rio Calchaqui. In dieser Höhenlage mit besonderem Mikroklima entstehen ganz spezielle Weine.
Am südlichen Ende, schon in Patagonien, in San Patricio del Chañar, Provinz Neuquen, sind in den letzten Jahren einige neue Rebberge entstanden.